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klimakroete.de seit 1996 präsentiert von Günter Voßwinkel
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17.09.2026
11° / 19°UV-Index 2 Pollen: Gräser; Wegerich; Beifuß |
Und hier nun der Wetterrückblick für August 2026 in Ahlen/Westf... Beobachtungen, besondere Ereignisse und steuernde Großwetterlagen bieten Hintergrundwissen:
gue Mit 18 Sommertagen (?25°), 8 heißen Tagen (?30°) und einem Wüstentag (?35°) ist der August im Kleingarten im 12. Jahr in Folge (Klimareihe 1961-90) zu warm
ausgefallen. Die Monatsmitteltemperatur von 19,7 Grad Celsius hatte zur oben genannten Klimareihe eine Abweichung von 2,6 Grad Kelvin (K). Auch zur jüngeren Klimareihe 1995-2025
brachte dieser letzte meteorologische Sommermonat eine positive Abweichung von 0,8 Grad Kelvin.
Mehr oder weniger durchgängig heiß war es bis zur Monatsmitte. In diesem Zeitraum ergaben sich Spitzen mit 34,7 Grad C am 4. August, 34,6 Grad C am 9. sowie dem höchsten Monatswert
mit 38,7 Grad C in zwei Meter Höhe am 14. August. Ebenso heiß ging es im Kleingarten am 7. August 2018 zu. Die diesjährige August-Hitze konnte sich mit einem nordafrikanischen
Höhenrücken in 500 hPa am 13./14. August nach Deutschland ausdehnen. An dessen Westflanke breitete sich die tropische Heißluft bis Ahlen aus. In dieser Luftmasse konnte die
relative Luftfeuchtigkeit am 14. in den Nachmittagsstunden auf knapp unter 18 % sinken. Trotz dieser hohen Tagestemperatur waren die Nächte in diesem Zeitfenster mit
Tiefstwerten zwischen 15,7 bis 13,5 Grad C und einer Temperaturspanne zwischen Tag und Nacht von rund 25 Grad K recht gut auszuhalten. Die wärmste Nacht hatte es zuvor
am 4. August gegeben, als mit 19,8 Grad C in der Hütte eine tropische Nacht knapp verfehlt wurde. Im Zusammenspiel mit hoher Verdunstung und den seltenen Regenspenden
entstand eine zunehmende Trockenheit in unserer Region. In der 1. Augustwoche beglückte uns Tief "Ingrid" mit dessen Warmfront am 4./5. August mit gewittrigen Regenfällen
und einer Regenmenge von akkumuliert 9,3 l/m² im Kleingarten.
Erst mit dem vom Nordmeer nach Skandinavien ziehenden Tief "Margarete" und dem Durchgang der wellenden Kaltfront ging ab dem 17. das Temperaturniveaus tagsüber zurück. Deutlich
angenehmere Werte zwischen 19 und 25 Grad C waren . Außerdem gab es zwischen dem 17. und 19. eine aufsummierte Regenmenge von 19,7 l/m².
Ab dem 22. breitete das neue Hoch "Steffen" westlich von Irland einen Keil langsam in unsere Richtung aus. Dieser Hochkeil wurde zunächst in 500 hPa von dem Höhentrog des mehrkernigen Tiefs über Skandinavien und Osteuropa überlagert. In der zunehmend aus nördlicher Richtung heranwehenden Luftmasse waren wolkenärmere Nächte mit Minima zwischen 9 bis 7 Grad C im Kleingarten recht kühl ausgefallen. Da bildete sich vor Sonnenaufgang schon mal ein dichteres Bodennebelfeld aus. Die Tageshöchstwerte bewegten sich um die 22 Grad-Marke. Am Tage entstand unter dem Höhentrog und der labilen Luftmasse stärkere Quellbewölkung.
Am 25. bewegte Hoch "Steffen" mit seinem Schwerpunkt über Deutschland hinweg nach Nordeuropa, während von Westeuropa und Frankreich her der Einflussbereich des Tiefs "Raphaela" nach Osten ausgedehnt wurde. Mit auf Ost- bis Südost drehenden Winden und dem Potentialanstieg über Mittel- und Nordeuropa entstand ein dem Buchstaben Omega ähnliches Höhenhoch. Die Achse bewegte sich langsam in Richtung Ostsee und Osteuropa, wodurch nochmals aus Südwesten tropische Luftmassen angezapft werden konnten. In Ahlen ging es am 27. nochmals mit der Lufttemperatur auf heiße 32,5 Grad C aufwärts. Mit Tiefsttemperaturen zwischen 19 bis 15 Grad C waren die Nächte ziemlich mild.
Mit dem Abzug des Höhenrücken und der Einflussnahme des Tiefs "Raphaela" mit ihren zugehörigen Warm- und Kaltfronten stellte sich nun ab dem 28. eine nasse aber warme Witterungsphase ein. Bei Temperaturen von 22 bis 25 Grad C gab es am Monatsende ergiebige Regenfälle. Am 30. und 31. fielen jeweils 3,3 l/m und 9,0 l/m² Regen in den Messtopf.
Für den ganzen August waren im Kleingarten 42,4 l/m² Regen gefallen. Das waren 58 % vom langjährigen Durchschnitt.
Bei den Erdbodentiefentemperaturen in 10 und 20 cm Tiefe über Grasland zeichnete sich in der zweiten Monatshälfte eine langsame Abflachung der Temperaturspitzen ab. Konnte die
Temperatur in 10 cm Tiefe am 5. bis auf 27 Grad C und in 20 cm Tiefe auf 24,5 Grad C steigen ging es ab dem 15. auf 22 Grad und knapp 21 Grad mit den Werten runter. Am 24. und 25.
sank die Temperatur in 10 cm Tiefe gar knapp unter 16 Grad C. Hier spiegelte zur Abkühlung in der Luft zusätzlich der zunehmend tiefere Sonnenstand wider.
Die im August auftretende große, wüstenähnliche Hitze und der unterdurchschnittliche Niederschlag verstärke Trocken- und Hitzeschäden der Vormonate an Baumbeständen im naturnahen
Umland. Allerdings gab es eine sehr differenzierte Abbildung der Schadensbilder die vielfach von den Bodenstrukturen und der Speicherfähigkeit der Böden in Abhängigkeit stand.
Wenig Feuchte speichernde Böden wie beispielsweise der Oestricher Wald waren von Trockenschäden an Jungbäumen und einzelnen alten Buchen und Birken besonders erkennbar. Zum Teil
zeigten diese Bäume ein Abtrocknen großer Äste, teils ganzer Bäume. Sogar die als robust geltende Brombeere vermochte kein Gegenmittel gegen (29. heiße Tage/ 6 Wüstentage) die
sehr heißen Temperaturen dieses Sommers auszubilden und vertrocknete an einzelnen Standorten. Auch landwirtschaftliche Produkte der Monokulturen zeigten im Kreis ein sehr
unterschiedliches Bild beim Qualitätszustand. Bei vielen Apfelkulturen zeigten die Früchte Schäden durch Fäulnis, Schädlinge und eine reduzierte Größe.
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gue
Da ich offensichtlich Aufgrund meiner vielfältigen naturwissenschaftlichen Neigungen und meinem häufigen Radfahren die Veränderungen in Flur und Fauna immer im Fokus habe ist mir
der Beginn der Instandsetzung des Werse-Radwegs zur Monatsmitte nicht entgangen. Ich greife nicht immer zur Tastatur, um bei Beschädigungen des naturnahen Raumes den Verursachern
die gelbe oder rote Karte entgegenzuhalten. Jedoch war für mich bei dieser Baumaßnahe klar: Einen Bericht an den heimischen Zeitungsverlag und meinen Hinweis über das
Online-Meldeformular der "ahlen.de" für wilde Müllkippen. Was hatte ich dort feststellen müssen: Der Anteil der entfernten Oberschicht aus Dolomitsand und einem Anteil
von vielleicht 15 % Grasnarbe und Boden wurden rechts und links des Werseweg in die Werseaue und angrenzenden Büschen entsorgt. Für mich war dieses Handeln eine Art
billige Schuttentsorgung und zudem ein ganz schlechtes Vorbild für die Öffentlichkeit wie man mit Müll umgeht. Für mich war dies Bauschutt! Nun, der Bericht dazu ist
am Donnerstag in den "Westfälischen Nachtrichten" abgedruckt worden. In meinem Umfeld erhielt ich über meine Funktion als handelnder "Wächter" unterstützende Reaktionen.
Die Antwort auf meine Einwände über das Online-Formular war ernüchternd. Nach Meinung des dort zuständigen Bauleiters der Stadt Ahlen Herrn Baigar sei "…das Material
Fachgerecht nach Bodenschutzverordnung seitlich zu lagern. … Es handelt sich hierbei um Grasnarben sowie Boden und kein "Bauschutt" wie von Ihnen vermutet. …"
Diese falsche Auffassung der Sachlage von Herrn Baigar hatte mich einen Tag später veranlasst die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Warendorf wegen dieser Angelegenheit zu
kontaktieren. Mit der Beschreibung des Falls und der Örtlichkeit bekam ich zwei Tage später, am 19.03.2024, die Antwort der Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde, Frau
Puppe: "Guten Tag Herr Voßwinkel, ich habe die Gemeinde darauf hingewiesen, dass der Dolomitsand zukünftig entsprechend zu entsorgen ist. …" Diese Antwort zeigt doch,
dass die Angelegenheit nicht so ordnungsgemäß erledigt wird wie von Herrn Baigar von der Stadt Ahlen glauben machen wollte. Grobe Ordnungswidrigkeiten wie die illegale
Entsorgung von Bauschutt können hohe Geldbußen nach sich ziehen. Ein Sonderbericht der Europäischen Union gibt hier die Richtlinie des Verursacherprinzips heraus: Der
Verursacher von Umweltschäden hat die entsprechenden Kosten zu tragen einschließlich der Kosten für Maßnahmen zur Beseitigung der verursachten Schäden. Ich meinerseits
werde mir jedenfalls bei der nächsten, nicht fachgerecht stattfindenden Instandsetzung dieses und ähnlicher Radwege entsprechende weitere Schritte vorbehalten.
- ©klimakroete.de – Günter Voßwinkel - 23.03.2024
gue