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klimakroete.de seit 1996 präsentiert von Günter Voßwinkel
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Hochwasserkarten extrem für Ahlen Vor dem Hintergrund stetig steigender durchschnittlicher Temperaturen in den Ozeanen und in der Atmosphäre wirkt sich dieses im Umkehrschluss auf den Wasserdampfgehalt in unserer Atmosphäre aus. Grob kann die Luft pro Grad Celsius Temperaturanstieg rund 7 % mehr Wasser aufnehmen: Bei 20° Celsius sind dies 17,31 g/m³ Luft, bei 25° schon 23,07 g/m³, wenn die Luft mit Wasser gesättigt ist. Bei optimal aufgestellter zyklonaler Wetterlage mit hochgesättigten Luftmassen mit der passenden Dynamik sind höhere Auswurfmengen durch Kondensation des Wasserdampfes wahrscheinlicher geworden. Wir haben in diesem Zusammenhang die Auswirkungen einer höheren Verdunstung am 12. September 2023 mit einem größeren Niederschlagsereignis über NRW erlebt. Damals waren es innerhalb von 24 Stunden in Drensteinfurt 50,4 l/m², in Beckum-Vellern 102,6 l/m² und in Ahlen 47 l/m². Im Dezember 2023 brachten wiederholt ergiebige Regenfälle eine hohe Dezembersumme von 167,2 l/m² im Kleingarten. In diesem Fall kam es durch die mit Wasser gesättigten Böden zu einer ersten sanften Hochwasserlage in der Werse mit einer ersten Belastungsprobe der regulierbaren Straustufe an der Alten Beckumer. Um auf in Zukunft deutlich massivere Regenmengen im 24, 48 oder 72 Stundenzeiträumen vorbereitet zu sein sind in den letzten Jahren sogenannte Starkregen- und Hochwassersimulationen für Länder und Landkreise erstellt worden. Hier ist die Unterscheidung von Hochwasser, dass sich häufig über mehrere Tage entwickelt und in der Regel seine Auswirkung aus den Bächen und Flüssen entfaltet von den Starkregenfällen zu unterscheiden. Starkregen wird definiert mit einem flächig kleineren Starkregen innerhalb eines bestimmten Zeitraums und einer definierten akkumulierten Regenmenge. Hier sind die Folgen oft ein rasch steigendes Hochwasser in der Fläche beispielsweise innerhalb einer Stadt. Die hier gezeigten Karten behandeln nur die Situation eines Wersehochwassers Infolge extremen Starkregens in der Fläche. In den Regionen Hamm / Dolberg / Untrop kommt zudem der Einfluss von Lippe und ihren Zuläufen eine wesentliche Rolle zu. Hier werden auch Szenarien von Deichversagen einkalkuliert. Hier einige Hinweise zur Allgemeinen Qualität und Quantität eines Hochwasserszerarios extrem: 1. Quantität (Menge, Intensität und Jährlichkeit) Statistische Wiederkehrperiode:Als HQextrem wird ein Hochwasserereignis definiert, das im statistischen Mittel seltener als einmal in 100 Jahren meist als HQ200, HQ500 bis hin zum HQ1000 bzw. als Katastrophen-/Versagensszenario) auftritt. -Ableitung der Abflussmengen: In den Berechnungen werden für HQextrem in der Regel statistische Extremniederschlagsdaten des Deutschen Wetterdienstes (KOSTRA-DWD) verwendet. Für die Modellierung von Fluss- und Flusseinzugsgebiet-Hochwassern werden historisch gemessene Extremniederschläge oder synthetische Extrem-Niederschlag-Abfluss-Modelle (N-A-Modelle) als Input gewählt. -Kopplung an Versagensfälle: Bei Gewässern mit technischem Hochwasserschutz (z. B. Deichen, Dämmen oder Rückhaltebecken) fließen in die Quantitätsbetrachtung des HQextrem nicht nur reine Niederschlagsmengen ein, sondern auch das Überströmen oder Versagen (Deichbruch/Überstau) dieser Schutzanlagen unter Extremniederschlag. 2. Qualität (Charakter und physikalische Zusammensetzung) -Niederschlagscharakteristik (Flächen- vs. Starkregen):Große Flusseinzugsgebiete (z. B. Rhein, Weser, Rur): Bei flussbürtigen Hochwassern liegt vor allem lang anhaltender Dauer- beziehungsweise Flächenniederschlag zu Grunde, der zu einer großräumigen Bodensättigung führt. -Kleine Flusseinzugsgebiete und Hangbereiche: Bei Sturzfluten und extremem Hochwasser in kleineren Einzugsgebieten bildet hochintensiver konvektiver Starkregen (sehr hohe Niederschlagssummen in kurzer Zeit) die maßgebliche Niederschlagsqualität. -Abflusswirksamkeit (Qualität des Oberflächenabflusses): Im Modell wird bei einem HQextrem-Szenario von einer vollständigen Sättigung des Bodens (Bodenspeicher voll vollgelaufen) ausgegangen.Dies führt dazu, dass nahezu 100 % des fallenden Niederschlags direkt abflusswirksam werden (hoher effektiver Niederschlag). Bei längerer Trockenheit könnte die Wirkung eines solchen Starkregen verstärkt werden. Dringend zu beachten bei diesen Karten ist die Bautätigkeit der zurückliegenden Jahre bis heute -Osttangente als Stichwort- in der Stadt Ahlen, weil diese Bautätigkeit teilweise nicht in diesen Karten berücksichtigt wurde. An dieser Stelle möchte ich in diesem Zusammenhang folgende Hinweise an Bürgermeister und Klimamanager in unserem Kreis Warendorf und der Stadt Ahlen mit meiner über 40-jährigen meteorologischen und klimatologischen Erfahrung geben: Das erstmals im Jahr 2010 in Cancun veröffentlichte Ziel die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen ist schon deutlich überschritten. Wir steuern bereits jetzt auf über 2,0 Grad C Global zu mit dramatischen Folgen auch für unseren Landkreis innerhalb weniger Jahre. Es ist also dringend notwendig Vorkehrungen für das hier simulierte extreme Starkregenereignis anzugehen. Zudem ist ein stärkeres extremes Starkregenereignis wie hier ausgewiesen keine Utopie! -Ahlen, 21.10.2026- Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen
Karte über extremen Starkregen nach dem Starkregenindex SRI=12 für Ahlen/Westf. |
Im Einzugsgebiet der Werse zwischen Borbeiner Straße und Drensteinfurter Straße werden weite Gebiete entlang des Werseverlaufs bei einen extremen Hochwasser wie abgebildet überflutet.
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Mit dem Blick auf den Werseverlauf im Südosten unserer Stadt bildet sich bei dem extremen Hochwasser im Bereich von Zeche Westfalen und am Kreuzungspunkt Werseweg mit der
Alten Beckumer das abgebildete Szenario in ähnlicher Abbildung.
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